{"id":27,"date":"2025-04-03T10:01:53","date_gmt":"2025-04-03T08:01:53","guid":{"rendered":"http:\/\/dionysiusgemeinde-lehe.de\/?page_id=27"},"modified":"2025-04-11T12:26:12","modified_gmt":"2025-04-11T10:26:12","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dionysiusgemeinde-lehe.de\/index.php\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die Sage vom Heiligen Dionysius<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Dionysiuskirche tr\u00e4gt seit 1477 offiziell den Namen des Schutzheiligen. Es gab schon lange vorher ein Gotteshaus an dieser zentralen Stelle in Lehe. Alte Quellen und eine Ausgrabung in der Kirche aus dem Jahre 1975 belegen, dass an diesem Ort um 1100 eine steinerne, turmlose Wehrkirche im romanischen Stil erbaut wurde. Der Hauptaltar war zun\u00e4chst dem Heiligen Jakobus gewidmet. Au\u00dferdem gab es zwei Nebenalt\u00e4re f\u00fcr die Jungfrau Maria und den Heiligen Antonius. Die Sage um den Heiligen Dionysius und der marode Zustand der Nachbarkirche f\u00fchrten 1477 zum Patronatswechsel.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Heilige Dionysius war der erste christliche Bischof von Lutetia, dem sp\u00e4teren Paris. Es gilt als Apostel der Gallier und Schutzpatron des fr\u00e4nkischen Reiches. Er starb im 3. Jahrhundert auf dem Montmartre den M\u00e4rtyrertod. Der Legende nach soll Dionysius sein abgeschlagenes Haupt in die H\u00e4nde genommen haben, um es vom Richtplatz an die St\u00e4tte zu tragen, wo er begraben sein wollte. Heimlich wurde die Leiche der \u00dcberlieferung nach auf einem Friedhof n\u00f6rdlich von Paris beigesetzt. Die Begr\u00e4bnisst\u00e4tte wurde zum Wallfahrtsort St. Denis. Im Chor der heutigen Kathedrale befindet sich der Reliquienschreien des Heiligen Dionysius. Seine Gebeine soll Karl der Gro\u00dfe bei Feldz\u00fcgen mitgef\u00fchrt haben \u2013 auch bis in den hohen Norden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full has-custom-border is-style-rounded wp-duotone-unset-2 is-style-rounded--1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"450\" src=\"https:\/\/dionysiusgemeinde-lehe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bild1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-171\" style=\"border-radius:0px;aspect-ratio:4\/3;object-fit:cover\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Dionysius wurde zu einem der 14 heiligen Nothelfer, die schon seit dem 9. Jahrhundert verehrt wurden. Im religi\u00f6sen Leben des Mittelalters spielten sie eine gro\u00dfe Rolle. So galt Dionysius als Heiler bei Kopfleiden und Kopfverletzungen.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Die Tradition sagt, dass der Heilige Dionysius am s\u00fcdlichen Ende des Fleckens enthauptet und hierauf von dem Platz seiner Enthauptung mit seinem abgehauenen Kopfe in der Hand bis zu dem Orte gelaufen sei, wo der jetzt eingegangene Armenfriedhof, Klushof genannt, sich befindet\u201c, hei\u00dft es im Lagerbuch der reformierten Gemeinde. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine alte Sage aus dem Ort Bramel besagt, dass die Bauern schon vor 1100 zu einer Dionysiuskapelle am Klushof im Bereich der heute gleichnamigen Stra\u00dfen zogen, weil es keine andere Kapelle oder Kirche in der Gegend gegeben haben soll. Ganz in ihrer N\u00e4he stand noch bis 1750 ein Heiliges Kreuz an der Stelle, an der heute noch ein 1887 errichteter Grabstein mit der Inschrift \u201eGrabst\u00e4tte des heiligen Dionysius\u201c steht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full wp-duotone-unset-3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"320\" height=\"450\" src=\"https:\/\/dionysiusgemeinde-lehe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bild2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-172\" style=\"aspect-ratio:3\/4;object-fit:cover\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>So waren ab 1100 Jakobus und Dionysius gemeinsam die Schutzheiligen des damals noch katholischen Kirchenspiels Lehe. Nach ihnen sind heute noch zwei Stra\u00dfen benannt. Das \u00e4lteste vorhandene Kirchensiegel aus der Zeit um 1350 und das alte Leher Wappen \u2013 eine Kopie befindet sich als Schnitzerei in einem Stuhl der Sakristei \u2013 zeigen die beiden nebeneinander. Jakobus, der als Patron der H\u00e4ndler und Seefahrer gilt, steht links. Er hat den Pilgerstab in der Hand und am Kopf eine Muschel \u2013 ein altes Mariensymbol und Symbol des Grabes Jesu. Dionysius h\u00e4lt in der rechten Hand den gr\u00fcnenden Stab des Lebens und gem\u00e4\u00df der Legende in der linken das abgeschlagene Haupt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil die alte Dionysius- oder auch Kluskapelle bauf\u00e4llig wurde, war bereits um 1250 in der Alten Kirche ein weiterer Altar hinzugekommen, der dem Dionysius geweiht wurde. Dort erst 1477 erfolgte der Patronatswechsel, so dass der Schutzheilige fortan zu ihrem Namensgeber wurde. Auf einem Bild des kurs\u00e4chsischen Hofmalers und Geographen Wilheilm Dilich aus dem Jahre 1604 \u00fcber den \u201evornehmen Flecken Leeh\u201c ist au\u00dferhalb des von Wall und Graben umgebenen Ortes in der Mitte weithin sichtbar die Dionysiuskirche zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full wp-duotone-unset-4\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"257\" src=\"https:\/\/dionysiusgemeinde-lehe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/image.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-174\" style=\"aspect-ratio:16\/9;object-fit:cover\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Das Altarkreuz der Dionysiuskirche<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Altarkreuz wurde 1963 von dem Bremerhaven K\u00fcnstler Gerhard Olbrich geschaffen. Es ist 40 Zentimeter breit und 73 Zentimeter hoch. Seine Grundform besteht aus f\u00fcnf farbig emaillierten Platten, auf denen sich der bronzene Corpus und das INRI erheben. Symbolisch steht es daf\u00fcr, wovon die Gottesdienst Agenda auf dem Altar spricht: \u201eUnd ist in keinem anderen Heil, ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden\u201c (Apg. 4,12).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full wp-duotone-unset-5\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"450\" src=\"https:\/\/dionysiusgemeinde-lehe.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/image-1.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-175\" style=\"aspect-ratio:4\/3;object-fit:cover\"\/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sage vom Heiligen Dionysius Die Dionysiuskirche tr\u00e4gt seit 1477 offiziell den Namen des Schutzheiligen. Es gab schon lange vorher ein Gotteshaus an dieser zentralen Stelle in Lehe. 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